CAMPUS
CAMPUS (Computer Aided Material Pre-selection by Uniform Standards, Computergestützte Material-Vorauswahl nach allgemeinen Normen) ist ein Datenbanksystem auf Disketten, das von den Kunststoffherstellern als Hilfe bei der Materialauswahl für einen bestimmten Einsatzbereich entwickelt wurde. Es bietet folgende Vorteile: – vergleichbare Daten durch einheitliche Probekörper und Prüfmethoden (ISO-Normen) – fortlaufende Aktualisierungen von Produktreihen und Prüfmethoden. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem GE Plastics-Kundenberater vor Ort.
Canadian Standard Association
Kanadische Behörde, die Kunststoffe nach CSA-Normen einstuft.
CBA: chemisches Treibmittel (Chemical Blowing Agent)
Ein Pulver, eine Flüssigkeit oder ein Granulat, dem/der in einem bestimmten Verhältnis Kunststoff zugesetzt wurde, um das gewünschte Schäumen zu erzielen. Das chemische Treibmittel zerfällt während der Plastifizierung und setzt inertes Gas frei. Dieses Gas wird mit dem geschmolzenen Kunststoff im Zylinder vermischt und bis zum Einspritzen unter Druck gehalten.
Charge
Menge an Material, die verwendet wird, um eine Form einmalig oder während eines Zyklus zu füllen.
Charpy-Methode
Destruktive Schlagzähigkeitsprüfung, bei dem der Probekörper horizontal zwischen zwei Haltern angebracht und dann ein Schlag mit definierter Kraft darauf ausgeführt wird. Wenn der Probekörper nicht zerbricht, wird ein neuer Probekörper in Position gebracht und die Stärke des Schlages wird erhöht, bis der Probekörper bricht. (ASTM D-256, Methode B)
Chemische Verträglichkeit
Die Verträglichkeit von Kunststoffmaterialien mit einem chemischen Medium oder einer chemischen Umgebung hängt in großem Maße von der Kontaktdauer, der auf die Teile einwirkenden Kraft, der Temperatur, dem Design und anderen Umständen ab. ,Umgebungsbedingungen,« die unbeanspruchte Teile nicht angreifen, können bei stark beanspruchten Teilen zu Spannungskorrosionen führen. Unter bestimmten Umgebungsbedingungen kommt es zu Fehlern, wenn ein beanspruchtes Teil mit einer chemischen Substanz in Berührung kommt. Dieses Phänomen ist bei kristallinen Polymeren als Spannungskorrosionsfehler und bei amorphen Polymeren als umgebungsbedingte Spannungsrisskorrosion (ESC) bekannt. Dabei kommt es zur Haarrissbildung, der Wirkstoff dringt in den Kunststoff ein, in dem sich daraufhin Risse bilden. Diese Risse führen u. U. zur Verschlechterung der physikalischen Eigenschaften und schließlich nach einer gewissen Zeit zum vollständigen Ausfall des Produkts. Bestimmte Chemikalien, die so genannten "Lösungsmittel", können thermoplastische Kunststoffe auflösen. Risse und Haarrisse werden wie folgt definiert: Ein Haarriss ist ein Mangel an oder unter der Oberfläche eines Kunststoffs aufgrund offensichtlicher Risse, die i. A. durch umgebungsbedingte Spannungskorrosion hervorgerufen werden. Ein Riss ist ein Spalt, der die äußere Oberfläche eines Kunststoffs durchdringen kann. Das Material ist zwischen den Risswänden vollkommen getrennt. Diese Risse können zu einer Beeinträchtigung der physikalischen Eigenschaften und schließlich zum vollständigen Ausfall des Teils nach einer unbestimmbaren Zeitspanne führen. Die chemische Beständigkeit wird definiert als die Beständigkeit gegen Änderungen der Masse, der Dimensionen oder anderer Eigenschaften von Kunststoffen nach dem Eintauchen in Chemikalien in einer Prüfung gemäß ISO 175. Die Prüfdaten von genormten Probekörpern liefern nur ungefähre Angaben. Die chemische Verträglichkeit sollte immer an spritzgegossenen Komponenten unter realen Bedingungen geprüft werden.
Coextrusion
Verfahren des Extrudierens von zwei oder mehr Materialien durch eine einzige Düse mit zwei oder mehr Austrittsöffnungen, die so angeordnet sind, dass sich die Extrudate vor dem Abkühlen mischen und miteinander zu einer Laminatstruktur verschmelzen.
Copolymer (Mischpolymerisat)
Dieser Begriff bezeichnet in der Regel ein Polymer aus zwei, in ihrer chemischen Zusammensetzung unterschiedlichen, Monomeren.
Corona-Beständigkeit
In einem isolierten elektrischen Leiter die Beständigkeit der Isolierung gegenüber einem Durchschlag, der durch ionisierte Luft in Gaseinschlüssen der Leitungsisolierung hervorgerufen werden kann.
CSTB
Französische Baurichtlinien sind die CSTB-Bewertungen, die das Brandverhalten von Baumaterialien messen. Das CSTB (Centre Scientifique et Technique du Bâtiment) ist ein Institut, das Prüfungen durchführt und daraus Klassifikationen von M0 bis M4 ableitet. Die primäre Prüfung wird als NF P92-501 oder Epiradiateur-Prüfung bezeichnet. Die Proben sind starr und von beliebiger Dicke oder flexibel mit einer Dicke von mehr als 5 mm. Ein Probekörper von 300 x 400 mm wird in einem Winkel von 45° einem elektrischen Radiator mit einer Leistung von 500 W ausgesetzt. Über und unter dem Probekörper werden Zündflammen angebracht, um die brennbaren Degradationsgase zu entzünden. Die Prüfung dauert 20 Minuten. In Abhängigkeit von der Zeit bis zur Entflammung, der Flammenhöhe und der Temperatur der Verbrennungsgase wird eine Bewertung zwischen M1 und M4 vergeben.
M0 – nicht brennbar (hauptsächlich anorganische Materialien)
M1 – nicht entflammbar
M2 – geringe Brennbarkeit
M3 – mittlere Brennbarkeit
M4 – hohe Brennbarkeit
CTE/CLTE
Der Koeffizient der (linearen) Wärmeausdehnung ist das Verhältnis von Änderung der Länge pro Einheit der Temperaturänderung bei der Erhitzung oder Abkühlung eines Materials.
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