Begrenzender Sauerstoffindex
Mindestkonzentration von Sauerstoff in einer Mischung aus Sauerstoff und Stickstoff, die benötigt wird, um bei definierten Testbedingungen die Verbrennung eines Materials mit Flammenbildung zu erlauben. Auch als Sauerstoffindex bezeichnet.
Belagbildung
Nicht akzeptable Beschichtung, die sich allmählich auf Metalloberflächen von Formen während der Verarbeitung von Kunststoffen aufgrund von Extraktion und Ablagerung von Bestandteilen wie Pigment, Schmiermittel, Stabilisator oder Weichmacher bildet.
Beschleuniger
Additiv, das die Aushärtung beschleunigt; einem chemischen Katalysator ähnlich, kein eigentlicher Bestandteil der Reaktion und bei dieser weder benötigt noch verbraucht.
Bewitterung
Bei der Bewitterung wird das Material Bedingungen (Temperaturen, Sauerstoffeinwirkung, relative Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung) ausgesetzt, wie Sie für Umgebungen außerhalb geschlossener Räume typisch sind. Die Kombination der Umweltfaktoren kann bis zur vollständigen Degradation des Polymers und zum Verlust aller Grund- und/oder Farbeigenschaften führen. Die Bewitterbarkeit ist die Beständigkeit eines Materials gegen Bewitterung.
Biege-E-Modul
Verhältnis der Biegespannung zu Verformung (Dehnung) innerhalb der elastischen Grenzen des Materials.
Biegefestigkeit
Die maximale Biegebeanspruchung eines Stabes, bevor permanente Deformation auftritt. Nützlich zum Vergleich von Materialien, jedoch für das Design von thermoplastischen Teilen weniger geeignet, da reine Biegebelastungen selten sind.
Biegemodul/Elastizitätsmodul
Der Biegemodul ist das Verhältnis der angewandten Belastung zur resultierenden Biegung. Er ist ein Maß für die Steifigkeit eines Materials während des ersten Teils des Biegevorgangs. Auch der Elastizitätsmodul dient als Kenngröße für die Steifigkeit eines Teils: angewandte Zugbelastung geteilt durch die resultierende Dehnung. Im Allgemeinen stellt dieser ein genaueres Maß als der Biegemodul dar. Für praktische Zwecke ist der Biegemodul zum Elastizitätsmodul äquivalent: Die zu verwendende Methode ergibt sich aus der jeweiligen Anwendung.
Bindenähte
Siehe Schweißmarkierung.
Blasdruck, Extrusionsblasformen
Abmessung des Kunststoffbehälters geteilt durch den Durchmesser des Vorformlings. Für Kunststoffbehälter können normalerweise mehrere Verhältnisse bestimmt werden. I. A. muss jedoch nur der Höchstwert dieser Verhältnisse berücksichtigt werden.
Blase
Fehler auf der Oberfläche eines Kunststoffteils, der durch Einschluss von Luft oder einem anderen Gas unter der Oberfläche verursacht wird.
Blasformen
Prozess des Formens von Hohlkörpern durch Ausdehnen eines heißen Kunststoffelements (der Vorformling) gegen die Innenflächen einer Form.
Blasnadeln, Extrusionsblasformen
Vorrichtung zum Durchbohren und Aufblasen des Vorformlings; ihr Vortrieb erfolgt in der Regel durch einen Luftzylinder.
Brechungsindex
Die vom Material verursachte Ablenkung eines Lichtstrahls, der ein transparentes Probekörper durchläuft.
Brennbarkeit
Brennbarkeit: die Fähigkeit eines Materials, nach dem Entzünden unter Flammbildung zu brennen. Mit Prüfmethoden werden Brennbarkeit, Rauchgasentwicklung und Entzündungstemperaturen unter definierten Bedingungen ermittelt. Brennbar: fähig, unter definierten Prüfbedingungen mit einer Flamme zu brennen. Unbrennbar: nicht fähig, unter definierten Prüfbedingungen mit einer Flamme zu brennen. Unbrennbarkeit und unbrennbar sind als Begriffe nicht mehr gebräuchlich: nicht empfohlen wegen der Möglichkeit von Missverständnissen.
Brennverhalten
Alle physikalischen und/oder chemischen Veränderungen, die bei der Verbrennung eines Produkts und/oder seiner Struktur und/oder beim Kontakt mit Feuer auftreten. Die Begriffe "Brenngeschwindigkeit" und "Flammgeschwindigkeit" sind nicht mehr gebräuchlich.
Bruchdehnung
Im Zugversuch der Längenzuwachs beim Reißen.
Bruchgrenze
Der Begriff wird zur Beschreibung der maximalen Einheitsbelastung verwendet, die ein Material aushält, wenn es einer angelegten Last im Druck-, Zug-, Biege- oder Scherversuch ausgesetzt wird.
Bruch
Trennung eines Körpers durch physikalische oder chemische Kräfte in zwei oder mehrere Teile mit Herausbildung neuer Oberflächen. Sprödbrüche treten schon bei geringer Deformation auf. Duktilen Brüchen geht eine erhebliche Deformation des Kunststoffes voraus.
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